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„Unter 22.000 WU-StudtenInnen müsste es doch genügend ambitionierte HobbymusikerInnen geben, um ein Orchester zu gründen“, dachten sich zwei musikbegeisterte Betriebswirtschafter der Wirtschaftsuniversität Wien und gründeten 1991 das Akademische Symphonie Orchester Wien (ASO Wien). Unter Martin Braun debütierte das ASO mit Werken barocker Meister an der WU Wien und in umliegenden Kirchen. Der Erfolg dieser Konzerte blieb nicht aus: die Mitgliederzahl stieg an und Studierende anderer Fakultäten kamen hinzu. Die gewachsene Besetzung ermöglichte schließlich auch die Erarbeitung großer klassisch-romantischer Symphonien. 1993 wurde der Orchesterverein der Wirtschaftsuniversität Wien zur Förderung der Musik an der WU Wien gegründet. 1994 begann das ASO Kontakte zu anderen Universitätsorchestern zu knüpfen. So konzertierte es in diesem Jahr nicht nur in Wien, sondern auch in Graz und Leoben. 1995 startete das Orchester seine erste Auslandstournee nach Frankreich (Lyon, Paris und Straßburg), der weitere Tourneen nach Prag, Berlin, St. Pölten, Triest (Italien) und Opatija (Kroatien) folgten. Aufgrund enger Zusammenarbeit mit örtlichen Chören/Orchestern, u.a. mit dem großen Chor der Sorbonne in Paris, setzte sich das ASO immer wieder für kulturellen Austausch ein.

Im Oktober 1998 gestaltete das ASO zusammen mit dem WU-Chor den Festgottesdienst anlässlich der 100-Jahr-Feier der WU. Im Jänner 1999 verabschiedete sich der langjährige Dirigent des ASO, Martin Braun. Ronen Nissan übernahm im die Leitung des Orchesters und debütierte mit Werken von Beethoven, Bruch und Schostakowitsch im Odeon Theater.

Im Juli 2000 führte das ASO im Rahmen des Festivals „Universitas Cantat 2000“ in Kosice (Slowakei), Bratislava und Wien zusammen mit einem slowakischen und einem portugiesischen Chor Dvoraks „Stabat Mater“ auf. In den Jahren 2000 bis 2007 arbeitete das Orchester mit verschiedenen Dirigenten und jungen Solisten zusammen und konzertierte u.a. im Jugendstiltheater Wien und in der Orangerie im Schloss Schönbrunn.

2007 wurde das Orchster von Azis Sadikovic übernommen, der im selben Jahr in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Frank Hoffmann das Oratorium „Israel in Ägypten“ von Händel beim Güssinger Kultursommer aufführte. Im Herbst 2008 folgte eine weitere Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Detlef Eckstein. Beide Konzerte fanden gemeinsam mit den Wiener Chören Kammerton und Cantus Novus Wien statt.

Im Mai 2010 spielte das ASO in der Orangerie im Schloss Schönbrunn. Im Juni folgte ein Open-Air Konzert im Hof der TU Wien. Im November 2010 führte das ASO das Requiem von W.A. Mozart gemeinsam mit dem Chor Musica Sacra Lockenhaus und dem Chor Wien-Neubau im Odeon auf. Im März 2011 spielte das ASO Schostakowitschs 5. Symphonie in der vollen Halle E im Museumsquartier, gefolgt von zwei Konzerten im Kuppelsaal der TU Wien im Juni. Im Jänner 2012 verabschiedete sich Azis Sadikovic mit Verdis Requiem, aufgeführt gemeinsam mit den Chören Kammerton, Chor im Hemd und Chorvereinigung Wien-Neubau im ausverkauften Großen Saal des Wiener Konzerthauses.

Im Februar 2012 übernahm Lorenzo Viotti das ASO, und gab sein Debut im Juni des selben Jahres mit Dvoraks 9. Symphonie Aus der Neuen Welt. Seinen Abschied feierte er im Juli 2013 mit Beethovens 5. Symphonie im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Das Orchester trat im Dezember 2013 unter Gastdirigent George Jackson im MuTh in Zusammenarbeit mit der Universität für Musik und Darstellende Kunst mit der Uraufführung eines Liederzyklus von Julie von Webenau auf.

Seit Januar 2014 steht das Orchester unter der Leitung von Sándor Károlyi.